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Ein juristischer Standard, bei dem eine Behauptung als wahr gilt, wenn sie wahrscheinlicher ist als ihre Gegenteil (mehr als 50%ige Wahrscheinlichkeit).
In civil cases, the burden of proof is on the balance of probabilities.
In zivilrechtlichen Fällen gilt die Beweislast nach überwiegender Wahrscheinlichkeit.
The evidence presented was sufficient to meet the balance of probabilities standard.
Die vorgelegten Beweise reichten aus, um den Standard der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfüllen.
Wird hauptsächlich im angelsächsischen Rechtsraum (Common Law) verwendet, insbesondere in zivilrechtlichen Verfahren. Im deutschen Rechtssystem entspricht dies etwa dem Prinzip der 'freien Beweiswürdigung' (§ 286 ZPO), wobei keine feste Prozentzahl, sondern eine überwiegende Überzeugung des Richters entscheidend ist.
Merke dir, dass 'balance of probabilities' nur im Zivilrecht (z.B. Schadensersatzklagen) gilt. Im Strafrecht wird der strengere Maßstab 'beyond reasonable doubt' angewendet. Dies ist ein häufiger Fehler in Übersetzungen.
Vermeide wörtliche Übersetzungen wie 'Ausgleich der Wahrscheinlichkeiten'. Im Deutschen wird der Begriff als feststehende juristische Formel behandelt und mit 'überwiegende Wahrscheinlichkeit' übersetzt.
Der Begriff stammt aus dem englischen Common Law und setzt sich aus 'balance' (Abwägung) und 'probabilities' (Wahrscheinlichkeiten) zusammen. Die Formulierung wurde im 19. Jahrhundert in der juristischen Praxis geprägt, um den Unterschied zum strengeren Standard 'beyond reasonable doubt' (im Strafrecht) zu betonen.
Der Begriff wird ausschließlich im juristischen Kontext verwendet und ist für Laien oft missverständlich, da er keine mathematische Präzision impliziert. Im Deutschen gibt es keine direkte 1:1-Entsprechung; die Übersetzung 'überwiegende Wahrscheinlichkeit' ist die gängigste juristische Fachterminologie. Im mündlichen Sprachgebrauch wird stattdessen oft umschrieben (z.B. 'es spricht mehr dafür als dagegen').