vertragliche Kündigungsfrist
im Vertrag festgelegte FristDie vertragliche Kündigungsfrist beträgt drei Monate zum Monatsende.
Die im Vertrag vereinbarte Zeitspanne, nach der eine Kündigung wirksam wird.
Die im Vertrag festgelegte Zeitspanne zwischen Kündigungserklärung und Vertragsende.
Laut § 622 BGB beträgt die vertragliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer mindestens vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats.
Die gesetzliche Mindestfrist für Arbeitnehmerkündigungen.
Bei Mietverträgen kann die vertragliche Kündigungsfrist durch individuelle Vereinbarung verlängert werden.
Eine durch Vertrag festgelegte längere Frist als die gesetzliche.
Die vertragliche Kündigungsfrist kann von der gesetzlichen abweichen, sofern sie nicht gegen zwingendes Recht verstößt.
Kollokationen
Verwandte Ausdrücke
Profi-Tipp
Vertragliche vs. gesetzliche Frist
Achte darauf, ob im Vertrag eine längere oder kürzere Frist als die gesetzliche vereinbart ist. Bei Arbeitsverträgen darf die vertragliche Frist z.B. nicht kürzer sein als die gesetzliche (§ 622 BGB).
Goldene Regel
Klare Formulierung
Die vertragliche Kündigungsfrist muss präzise formuliert sein, z.B. 'drei Monate zum Monatsende'. Unklare Formulierungen wie 'zum Quartalsende' können zu Auslegungsstreitigkeiten führen.
Wortursprung
Zusammensetzung aus 'vertraglich' (adjektivische Ableitung von 'Vertrag') und 'Kündigungsfrist' (Substantivierung von 'Kündigung' mit 'Frist'). 'Vertrag' stammt aus dem Lateinischen 'contractus' (Zusammenziehung), 'Kündigung' von 'künden' (mittelhochdeutsch für 'bekannt machen'), 'Frist' von althochdeutsch 'frist' (Zeitspanne).
Verwendungshinweise
Die vertragliche Kündigungsfrist ist besonders in Arbeits-, Miet- und Dienstverträgen relevant. Sie sollte klar im Vertrag definiert sein, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden. Bei Abweichungen von gesetzlichen Fristen ist auf die Einhaltung des AGB-Rechts zu achten.