Leiharbeit
überlassene ArbeitskraftViele Unternehmen greifen auf Leiharbeit zurück, um flexibel auf Auftragsspitzen zu reagieren.
Viele Firmen nutzen Leiharbeit, um bei hohem Arbeitsaufkommen schnell Personal zu beschaffen.
Arbeitsverhältnis, bei dem Arbeitnehmer:innen vorübergehend an ein anderes Unternehmen verliehen werden, um dort zu arbeiten.
Die Leiharbeitnehmerin arbeitet seit drei Monaten in der Produktion des Entleihers.
Die Arbeiterin ist seit drei Monaten an ein anderes Unternehmen verliehen und arbeitet dort in der Produktion.
Der Tarifvertrag für Leiharbeit regelt die Arbeitsbedingungen der verliehenen Arbeitskräfte.
Der Tarifvertrag für Leiharbeitnehmer:innen legt die Arbeitsbedingungen fest.
Leiharbeit ist in Deutschland durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) geregelt. Die Arbeitsbedingungen müssen denen der Stammbelegschaft des Entleihers entsprechen.
Kollokationen
Antonyme
Profi-Tipp
Achtung Verwechslungsgefahr
Leiharbeit ist nicht mit Werkverträgen zu verwechseln. Bei Leiharbeit bleibt der Arbeitsvertrag mit dem Verleiher bestehen, während bei Werkverträgen ein externes Unternehmen eine bestimmte Leistung erbringt.
Goldene Regel
Rechte von Leiharbeiter:innen
Leiharbeiter:innen haben Anspruch auf gleichen Lohn wie Stammbelegschaft ('Equal Pay') nach spätestens neun Monaten Einsatz beim Entleiher, sofern keine Tarifverträge eine andere Regelung vorsehen.
Wortursprung
Zusammensetzung aus 'leihen' (von althochdeutsch 'līhan', 'borgen') und 'Arbeit' (von althochdeutsch 'araheit', 'Mühe, Arbeit'). Der Begriff etablierte sich im 20. Jahrhundert im Kontext der Arbeitnehmerüberlassung.
Verwendungshinweise
Leiharbeit wird oft in Branchen mit saisonalen oder projektbezogenen Schwankungen eingesetzt. Kritiker sehen darin eine Form der Prekarisierung, da Leiharbeiter:innen oft schlechtere Arbeitsbedingungen haben als Festangestellte.