presumption of innocence
UnschuldsvermutungThe defendant is entitled to the presumption of innocence until proven guilty.
Der Angeklagte hat Anspruch auf die Unschuldsvermutung, bis seine Schuld bewiesen ist.
Rechtliche Annahme, dass eine Person bis zum Beweis des Gegenteils als unschuldig gilt.
Under the presumption of innocence, the burden of proof lies with the prosecution.
Gemäß der Unschuldsvermutung obliegt die Beweislast der Anklage.
The judge reminded the jury to uphold the presumption of innocence throughout the trial.
Der Richter erinnerte die Geschworenen daran, die Unschuldsvermutung während des gesamten Verfahrens zu beachten.
Ein zentrales Prinzip im Strafrecht, das in vielen Rechtsordnungen verankert ist, z.B. in der EU-Grundrechtecharta (Art. 48).
Kollokationen
Antonyme
Verwandte Ausdrücke
Profi-Tipp
Merksatz für die Unschuldsvermutung
Denken Sie daran: Die Unschuldsvermutung gilt für ALLE – auch für Personen, gegen die bereits ermittelt wird. Formulierungen wie 'der mutmaßliche Täter' sind daher präziser als 'der Täter'.
Goldene Regel
Goldene Regel der Unschuldsvermutung
Die Unschuldsvermutung darf NUR durch einen rechtskräftigen Schuldspruch widerlegt werden. Vorher gilt die Person als unschuldig – unabhängig von öffentlichen Vorverurteilungen oder medialer Berichterstattung.
Wortursprung
From Latin *praesumptio innocentiae*: *praesumptio* (assumption) + *innocentiae* (genitive of *innocens*, innocent). The legal principle dates back to Roman law and was codified in modern times via the French *Déclaration des droits de l'homme et du citoyen* (1789) and later international human rights instruments.
Verwendungshinweise
Die Unschuldsvermutung ist ein fundamentales Menschenrecht und gilt als unverzichtbarer Bestandteil eines fairen Verfahrens. Sie schützt vor willkürlichen Verurteilungen und ist in Art. 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verankert. Im deutschen Recht ist sie in § 152 Abs. 2 StPO (Strafprozessordnung) festgeschrieben.