Wirtschaftskrise

/ˈvɪʁtʃaftsˌkʁiːzə/
zeitweilige schwere Störung der Wirtschaft

Die Wirtschaftskrise von 2008 hatte weltweite Auswirkungen.

Die globale Finanzkrise im Jahr 2008 führte zu schweren wirtschaftlichen Problemen in vielen Ländern.


formell

Eine Phase des wirtschaftlichen Niedergangs mit sinkender Produktion, Arbeitslosigkeit und sinkenden Einkommen.

Während der Wirtschaftskrise mussten viele Unternehmen Insolvenz anmelden.

In der Phase des wirtschaftlichen Abschwungs meldeten zahlreiche Firmen Konkurs an.

Die Regierung versucht, die Wirtschaftskrise durch Konjunkturprogramme zu bekämpfen.

Regierungsmaßnahmen wie Konjunkturprogramme sollen den wirtschaftlichen Abschwung überwinden.

Der Begriff beschreibt einen längeren Zeitraum mit negativen wirtschaftlichen Entwicklungen, nicht nur eine kurzfristige Schwankung.

Geschäft
technisch

Eine tiefe und lang anhaltende Rezession mit strukturellen Problemen der Wirtschaft.

Experten warnen vor einer drohenden Wirtschaftskrise, wenn die Arbeitslosigkeit weiter steigt.

Wirtschaftsexperten sehen Anzeichen für einen anhaltenden wirtschaftlichen Abschwung bei weiter steigender Arbeitslosigkeit.

Wird oft in wirtschaftswissenschaftlichen Kontexten verwendet, um eine besonders schwere Krise zu beschreiben.

Verwandte Ausdrücke

FinanzkriseRedewendung
Krise im Banken- und Finanzsektor, die die Realwirtschaft beeinträchtigt
KonjunkturzyklusRedewendung
regelmäßiger Wechsel zwischen Aufschwung und Abschwung in der Wirtschaft
ArbeitslosigkeitRedewendung
hohe Arbeitslosenquote als Folge der Wirtschaftskrise

Profi-Tipp

Unterscheidung zu Rezession

Eine Rezession ist ein kurzfristiger wirtschaftlicher Abschwung (meist zwei aufeinanderfolgende Quartale mit sinkendem BIP), während eine Wirtschaftskrise oft länger andauert und strukturelle Probleme der Wirtschaft umfasst.

Goldene Regel

Wirtschaftskrise vs. Inflation

Eine Wirtschaftskrise kann mit Inflation einhergehen (Stagflation), muss aber nicht. Eine reine Inflation ist keine Krise, sondern ein Preisphänomen.

Wortursprung

Zusammensetzung aus 'Wirtschaft' (abgeleitet von mittelhochdeutsch 'wirtschaft' = Haushalt, Wirtschaft) und 'Krise' (von griechisch 'krisis' = Entscheidung, Wendepunkt). Der Begriff setzt sich im 19. Jahrhundert durch, als wirtschaftliche Zyklen systematischer analysiert wurden.

Verwendungshinweise

Der Begriff wird oft in Medien, Politik und Wirtschaftswissenschaften verwendet. Er kann sich auf nationale oder globale Krisen beziehen. Im Gegensatz zu 'Rezession' betont 'Wirtschaftskrise' häufig die Schwere und Dauer der wirtschaftlichen Probleme.

Wortzerlegung

Wirtschaft
Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen
root
+
s
Fugen-s zur Verbindung der Komposita
linking element
+
Krise
kritische Phase oder Wendepunkt, oft mit negativen Folgen
root
Deutsches Wörterbuch