Fremde
Person ohne vertraute BeziehungDie Fremde lächelte unsicher, als sie den Raum betrat.
Die Frau, die wir nicht kannten, lächelte unsicher beim Betreten des Raums.
Eine Person, die einem nicht bekannt ist oder zu einer anderen Gruppe gehört.
In der U-Bahn sah ich eine Fremde, die mir half, meine Tasche zu halten.
Eine unbekannte Frau in der U-Bahn unterstützte mich, indem sie meine Tasche festhielt.
Die Fremden in unserem Dorf wurden immer freundlich empfangen.
Die Menschen, die nicht aus unserem Dorf stammten, wurden stets herzlich aufgenommen.
Kann auch im übertragenen Sinne für Unbekanntes oder Unvertrautes verwendet werden (z.B. 'die Fremde in mir').
Das Fremdsein, die Eigenschaft, fremd zu sein.
Das Gefühl der Fremde überwältigte sie in der neuen Stadt.
Sie fühlte sich in der fremden Stadt überwältigt von der Distanz und Unbekanntheit.
Abstraktes Substantiv, das den Zustand des Fremdseins beschreibt.
Kollokationen
Synonyme
Verwandte Ausdrücke
Profi-Tipp
Genus beachten
Das Wort 'Fremde' ist feminin (die Fremde). Im Maskulinum heißt es 'der Fremde'.
Pluralbildung
Der Plural lautet 'die Fremden' (unabhängig vom Geschlecht der Personen).
Goldene Regel
Kontextabhängige Bedeutung
'Fremde' kann sowohl eine konkrete Person als auch ein abstrakter Zustand bezeichnen. Achte auf den Satzzusammenhang.
Wortursprung
Mittelhochdeutsch 'vremede', althochdeutsch 'fremidi', germanisch '*framithō' (das Vorwärtsgehen, das Fremde). Verwandtschaft mit englisch 'strange' und niederländisch 'vreemd'. Ursprünglich im Sinne von 'auswärts befindlich' oder 'nicht dazugehörig'.
Verwendungshinweise
Das Wort kann sowohl für Personen als auch für abstrakte Konzepte (z.B. 'die Fremde Kultur') verwendet werden. Im Plural 'Fremde' oft neutral, während 'Fremde' im Singular auch abwertend klingen kann (z.B. 'ein Fremder').