Arbeitsmarktregulierung

/ˈaʁbaɪ̯t͡smaʁktʁeɡuliːʁʊŋ/
staatliche Eingriffe in den Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktregulierung soll faire Löhne und Arbeitsbedingungen garantieren.

Regulierungen zielen darauf ab, den Arbeitsmarkt zu steuern und soziale Standards zu sichern.


Recht
technisch

Gesamtheit der gesetzlichen und administrativen Maßnahmen, die den Arbeitsmarkt beeinflussen und strukturieren.

Durch Arbeitsmarktregulierung werden Mindestlöhne, Kündigungsschutz und Arbeitszeitregelungen festgelegt.

Diese Maßnahmen sollen Arbeitnehmer schützen und den Markt stabilisieren.

Die Arbeitsmarktregulierung in Deutschland umfasst das Arbeitsrecht, die Sozialversicherung und die Arbeitsmarktpolitik.

Sie ist ein zentraler Bestandteil der Wirtschaftspolitik.

Bezieht sich auf formelle und informelle Regeln, die Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen.

Kollokationen

flexible ArbeitsmarktregulierungRegulierungen, die Anpassungen an wirtschaftliche Veränderungen erleichternstarke Arbeitsmarktregulierungumfassende staatliche Eingriffe mit hohem Schutz für ArbeitnehmerArbeitsmarktregulierung lockernRegulierungen reduzieren, um mehr Flexibilität zu ermöglichen

Verwandte Ausdrücke

soziale MarktwirtschaftRedewendung
Wirtschaftsordnung, die Marktwirtschaft mit sozialem Ausgleich verbindet
KündigungsschutzRedewendung
Gesetzliche Regelungen zum Schutz von Arbeitnehmern vor willkürlichen Kündigungen

Profi-Tipp

Zusammensetzung verstehen

Das Wort besteht aus drei Teilen: 'Arbeit' (Berufstätigkeit), 'Markt' (Ort des Austauschs) und 'Regulierung' (Steuerung). Es beschreibt also die Steuerung des Arbeitsmarktes durch Regeln und Gesetze.

Goldene Regel

Kontext beachten

Der Begriff wird oft in politischen Diskussionen verwendet. Achte darauf, ob von liberalen oder protektionistischen Maßnahmen die Rede ist.

Unterschied zur Liberalisierung

Arbeitsmarktregulierung steht im Gegensatz zur Deregulierung oder Liberalisierung, die weniger staatliche Eingriffe fordern.

Wortursprung

Zusammengesetzt aus 'Arbeitsmarkt' (seit dem 19. Jh. belegt, Kombination aus 'Arbeit' und 'Markt') und 'Regulierung' (von lateinisch 'regulare' = regeln, ordnen). Der Begriff entstand im Kontext der Industrialisierung, als staatliche Eingriffe in den Arbeitsmarkt an Bedeutung gewannen.

Verwendungshinweise

Der Begriff wird oft in politischen und wirtschaftlichen Debatten verwendet. In der Alltagssprache seltener, stattdessen spricht man häufiger von 'Arbeitsgesetzen' oder 'Arbeitsmarktpolitik'.

Wortzerlegung

Arbeits-
bezieht sich auf Berufstätigkeit und Lohnarbeit
root
+
-markt
Ort, an dem Arbeitskräfte und Arbeitgeber aufeinandertreffen
root
+
-regulierung
Steuerung oder Regelung durch Gesetze und Verordnungen
suffix
Deutsches Wörterbuch