devil's advocate
/ˈdɛvəlz ˈædvəkɪt/Eine Person, die bewusst eine gegensätzliche oder provokante Position einnimmt, um eine Diskussion zu vertiefen oder die Stärken eines Arguments zu prüfen, ohne dass diese Person tatsächlich an die vertretene Meinung glaubt.
To ensure we haven't missed anything, let's have someone play devil's advocate in the meeting.
Um sicherzustellen, dass wir nichts übersehen haben, sollten wir jemanden haben, der in der Besprechung den Advokaten des Teufels spielt.
Diese Redewendung stammt aus der katholischen Kirche, wo ein Advocatus Diaboli (lat. für 'Anwalt des Teufels') traditionell eine Rolle bei der Heiligsprechung spielte, indem er Zweifel an der Tugendhaftigkeit eines Kandidaten äußerte.
Kollokationen
Synonyme
Verwandte Ausdrücke
💡Profi-Tipp
Häufige Verwechslung vermeiden
Achte darauf, dass 'den Advokaten des Teufels spielen' nicht bedeutet, dass die Person tatsächlich an die vertretene Meinung glaubt. Es geht darum, eine Gegenposition einzunehmen, um die eigene Argumentation zu stärken.
⚡Goldene Regel
Kontext beachten
Verwende die Redewendung nur in Diskussionen oder Debatten, in denen es um die Prüfung von Argumenten geht. Sie ist nicht geeignet, um echte Kritik oder Ablehnung auszudrücken.
📖Wortursprung
Die Redewendung stammt aus dem lateinischen 'Advocatus Diaboli', was wörtlich 'Anwalt des Teufels' bedeutet. In der katholischen Kirche wurde diese Rolle im Heiligsprechungsverfahren eingeführt, um mögliche Zweifel an der Heiligkeit eines Kandidaten zu äußern. Die englische Version wurde im 18. Jahrhundert populär und entwickelte sich zu einer allgemeinen Redewendung für das Einnehmen einer gegensätzlichen Position.
📝Verwendungshinweise
Die Redewendung wird oft in Diskussionen oder Debatten verwendet, um eine konstruktive Kritik oder eine neue Perspektive einzubringen. Es ist wichtig zu betonen, dass die Person, die 'den Advokaten des Teufels spielt', nicht unbedingt die vertretene Meinung teilt, sondern sie nur zur Prüfung der eigenen Argumente einbringt. Im Deutschen wird der Begriff oft wörtlich übersetzt, aber auch die Formulierung 'Gegenposition einnehmen' ist gebräuchlich.