Aufschubfrist

/ˈaʊ̯fʃuːpˌfʁɪst/
zeitliche Frist für eine Verschiebung

Die Aufschubfrist für die Steuererklärung endet am 31. Juli.

Der letzte Termin, um die Steuererklärung ohne Strafe abzugeben.


Recht
formell

festgelegte Zeitspanne, innerhalb derer eine Handlung oder Leistung aufgeschoben werden darf

Der Mieter hat eine Aufschubfrist von zwei Wochen, um die Miete zu zahlen.

Der Mieter darf die Miete bis zum Ablauf der zwei Wochen zahlen, ohne Konsequenzen.

Die Aufschubfrist für die Abgabe der Unterlagen wurde verlängert.

Die Frist, um die Dokumente einzureichen, wurde verlängert.

Wird oft in rechtlichen oder administrativen Kontexten verwendet, z. B. bei Fristverlängerungen oder Zahlungsaufschüben.

Kollokationen

eine Aufschubfrist gewährenjemandem eine zusätzliche Zeitspanne für eine Handlung einräumendie Aufschubfrist verstreichtdie festgelegte Zeitspanne für den Aufschub ist abgelaufen

Profi-Tipp

Rechtliche Kontexte erkennen

Achte auf Wörter wie 'Steuererklärung', 'Vertrag', 'Miete' oder 'Behörde' – sie deuten oft auf die Verwendung von 'Aufschubfrist' hin.

Goldene Regel

Frist vs. Aufschubfrist

Eine 'Frist' ist ein festgelegter Endtermin, während eine 'Aufschubfrist' die Möglichkeit beschreibt, diesen Termin zu verschieben.

Wortursprung

Zusammensetzung aus 'Aufschub' (Substantivierung des Verbs 'aufschieben' = verschieben) und 'Frist' (zeitliche Begrenzung). Beide Wörter sind altgermanischen Ursprungs: 'Aufschub' von althochdeutsch 'ūfscoub' (Verzögerung), 'Frist' von althochdeutsch 'frist' (Zeit, Termin).

Verwendungshinweise

Wird häufig in offiziellen Schreiben, Verträgen oder behördlichen Dokumenten verwendet. Im mündlichen Sprachgebrauch seltener, stattdessen oft 'Fristverlängerung' oder 'Nachfrist' gesagt.

Wortzerlegung

Aufschub
das Verschieben einer Handlung oder Leistung
root (Substantivierung des Verbs 'aufschieben')
+
Frist
festgelegte Zeitspanne
root
Deutsches Wörterbuch